Montag, 14. Mai 2018

#36 Prom 💃

Am 28. April war dann auch schon der langersehnte amerikanische Prom. Prom kann man mit dem deutschen formell Abschlussball vergleichen, nur das es hier nicht ganz so formell mit dem Tanzen und der Musik ist.
Ich wurde gegen 13 Uhr von einer Freundin abgeholt um mit ihr dann gemeinsam zu dem Haus einer anderen Freundin zu fahren wo wir uns dann fertig gemacht haben. Insgesamt waren wir dann eine Gruppe von 7 Mädchen die sich gemeinsam fertig gemacht haben. Weil wir so viele waren hat das Fertigmachen doch etwas länger gedauert als gedacht, aber wir haben es trotzdem noch rechtzeitig geschafft. Als wir dann fertig waren haben wir dann noch ein paar Fotos im Haus gemacht bevor wir dann auch schon zum Essen gefahren sind. 



Wir waren dann bei Chipotle essen was so was wie ein Mexikanisches Restaurant ist nur eher in Richtung Fast Food. 



Nach dem Essen sind wir dann auch schon zu der Location gefahren. Dieses Jahr war es in einer umgebauten Farm in einem Stadtteil mit dem Namen "Old Town". Die Scheune und alles außen rum war mega schön dekoriert und das Wetter spielte auch einwandfrei mit, weswegen wir dann auch gleich noch ein paar Bilder draußen machten. Der Tanz startete offiziell um 19 Uhr und war leider schon um 22 Uhr vorbei. Danach sind wir dann alle noch Eisessen gefahren um alles abzurunden. 







Alles in Allem muss ich sagen, dass ich mega viel Spaß hatte und die Zeit viel zu schnell verflogen ist. An diesem Abend habe ich dann auch realisiert, dass das wohl mein letzter amerikanischer Schulball ist den ich mit meinen Freunden hier und überhaupt in meinem Leben haben werde, was mich auch ein bisschen traurig machte.

Freitag, 30. März 2018

#35 Tent Rocks

Heute hatten wir unseren schulweiten Exkursion Day, was mit mit dem deutschen Wandertag vergleichen kann. Meine komplette Jahrgangsstufe ist nach Tent Rocks gefahren. Tent Rocks ist ein national Park in dem es Steine aussehen wie Pilze aber mit Spitzen. 
Nach nur etwa einer Stunde Fahrt, kamen wir auch schon an. Dort angekommen hatten wir dann die Möglichkeit entweder die Möglichkeit einen einfachen Weg zu gehen, welcher durch eine Art Tal ging oder den schwereren Weg zu gehen, welcher richtiges Wandern mit Höhenanstieg ist. Alle haben sich für den schwereren entschieden, da man auf diesem das meiste sehen konnte. Als wir uns dann alle in kleinere Gruppen aufgeteilt haben, ging es auch schon los. Wir sind dann gemütlich rund 1 Stunde gewandert und geklettert, mit Pausen zum Bilder machen natürlich, bis wir dann ganz oben angekommen sind. Nach rund 2,5km hatte man dann auf fast 2000m über dem Meer eine Atemberaubende Aussicht. Anders als die meisten, haben wir ganz oben länger Pause gemacht um zu Essen um reichlich Bilder zu machen bevor wir uns wieder auf den Weg nach unten machte. Der Weg nach unten war zwar um einiges schneller aber genauso anstrengen, da man alles was man nach oben geklettert ist, möglichste ohne Verletzungen wieder hinabsteigen musste. Nach einem anstrengenden und erlebnisreichen Tag ging es dann gegen 13.30 Uhr schon wieder zurück.
Dieser Tag zeigte mal wieder, dass New Mexico nicht nur Wüste ist, sondern auch eine Menge wunderschöner Plätze hat, an denen man viel erleben kann.

mein wohl Lieblingsbild vom ganzen Tag - mit der Aussicht von ganz oben



teilweise waren die Gänge nach oben ziemlich eng


fast ganz oben


wortwörtlich on the Edge - wohl der äußerste Punkt den man von ganz oben begehen konnte

Ausblick von ganz oben



~ 29. März ~

Heute vor einem Jahr war ein besonderer Tag für mich, an welchen ich mich noch genau erinnern kann.
Es war Mittwoch, als ich Nachmittags nach Schule, Chor und Big Band Probe endlich nach Hause gekommen bin, wo alles noch ganz normal war. Wir saßen alle im Wohnzimmer als aufeinmal unser Telefon von einer uns unbekannten Nummer klingelte, was eigentlich nichts außergewöhnliches war. Da wir an diesem Tag noch Einkaufen gehen wollten, ging in mein Zimmer und machte mich fertig, als ich sah, dass die gleiche Nummer auch auf meinem Handy angerufen hat. Daraufhin haben wir dann diese Nummer gegoogelt und festgestellt, dass es die Nummer von PI ist, welche meine Mutter dann auch gleich zurück gerufen hat, da wir nicht wussten warum sie anriefen. Als wir dann zurückgerufen haben, haben sie direkt gefragt ob ich zu Hause bin uns ob sie mit mir persönlich sprechen könnten. Als ich dann das Telefon hatte, war ich komplett ohne Idee, dass sich meine Zukunft jetzt innerhalb der nächsten Minuten, welche sich wie eine Ewigkeit angefühlt haben, da der Herr am Telefon unheimlich langsam gesprochen hat, komplett ändern wird. Als er dann den Satz sagte, dass ich als eine der seltensten Nachrückkandidaten nachrücken darf, da der eigentliche Stipendiat abgesagt hat, musste ich mich so zusamen reißen, nicht auf der Stelle vor Freude zum schreien oder weine anzufangen. Da meine Mutter genauso wenig Ahnung hatte was passieren wird, strahlte und nickte ich ihr während ich noch am Telefon war um die nächsten Schritte zu besprechen nur immer zu. Am selben Tag bekam ich dann auch gleich noch die E-Mail mit dem Vertrag, welchen ich dann auch noch gleich an diesem Tag unterschrieben habe. An diesemTag, an dem sich alles änderte, hatte ich den ganzen Tag schon ein komisches Gefühl und dachte die ganze Zeit, da bald Anmeldebeginn für nächstes Jahr war, darüber nach ob ich es noch mal probieren sollte, da ich ja dieses Jahr nicht gehen würde da es schon fast 4 Monate nach meiner Absage war. Doch dann änderte sich alles noch am gleichen Tag nur wenige Stunden später..
Heute vor einem Jahr hatte ich noch rund 140 Tage bis zum Abflug und heute, ein Jahr später habe ich noch 84 Tage bis ich wieder zu Hause bin. 

Freitag, 16. März 2018

#34 Night to Shine

Am 9. Februar, war die Night to Shine. Night to Shine ist eine Art Abschlussball für Leute mit einer Behinderung oder Special Needs. Da wir als Austauschschüler ja eine gewissen Anzahl von Freiwilligenstunden erfüllen müssen, schickte meine Local Coordinatorin eine E-Mail raus, mit allen Infos, falls wir Interesse daran hätten. Ich und ein paar andere Austauschschüler aus Albuquerque machten mit.
Am Abend zu vor war ein Meeting, in dem wir alle einer Art Gruppe zugeordnet wurden, in der wir dann spezielle Aufgaben für den Abend hatten. Ich war ein Buddy, was hieß, dass ich eine Person den ganzen Abend betreue und mich um sie kümmere. 
Meine Person am nächsten Abend war ein Mädchen, welches im Rollstuhl saß. Als ich sie am Eingang abgeholt habe, gingen wir erstmal ihre Blumen und ihre Krone abholen, bevor wir dann Essen gingen. Nach dem Essen wurde die ganze Nacht durchgetanzt. Außerdem hatte man die Möglichkeit eine Limousinen Tour zu machen oder in die Foto Box zu gehen.
Da meine Person leider schon früher gehen musste, habe ich dann noch anderen geholfen.
Dieser Abend hat einfach gezeigt, wie wenig es braucht um Menschen glücklich zu machen! 






#33 Washington

Ende Januar hatte ich die Möglichkeit in einer von 3 Gruppen mit rund 100 PPP Stipendiaten für eine Woche in Washington DC zu sein. Diese Woche wurden vom Congress gesponsort und wir hatten unsere so genannte CivicEdWeek, wo wir so viel wie möglich über die Politik und Geschichte der USA lernen sollten.
Mein erster Flug ging am 28.1. um 6.40 Uhr am Morgen nach Denver und von Denver bin ich dann mit rund 13 Austauschülern vom PPP aus Albuquerque nach Washington geflogen. Als wir dann gegen 15 Uhr Ortszeit in Washington gelandet sind, ging es mit ein paar kleineren Schwierigkeiten und einer längeren als geplanten Wartezeit, mit dem Shuttlebus in unsere Hotel für die nächste Woche.
wir starteten mit Sonnenaufgang in Albuquerque


als wir über Colorado flogen
Als wir dann im Hotel angekommen sind, haben wir unser sehr vollgepacktes Programm für die kommenden Tage bekommen und wurden in unsere Zimmer aufgeteilt. An diesem Tag gab es dann eigentlich nur noch Abendessen und eine Begrüßung von allen Verantwortlichen und was uns so in den kommenden Tagen erwarten würde sowie einen kleinen und ersten Workshop um uns kennen zu lernen und über Leadershipskills zu sprechen, was eines der Hauptthemen in der Woche war. Am Ende dieses Tages war jeder nur noch froh ins Bett zu gehen.
Der erste richte Tag war dann Montag.

Montag, 29.1.18

Nach dem Frühstück und der morgenetlichen Ansage, was heute ansteht, ging es gegen 9 Uhr zum Newseum. Das Newseum ist eines der neueren Museen in Washington und ist komplett über die neuere Geschichte der USA und über die Rechte der Amerikaner.
Dort angekommen, hatten wir aber erstmal einen sehr interessanten Vortrag über Media Ethics und Pressefreiheit in den USA, bevor wir das Museum alleine besichtigen konnten.


ein echtes Stück der Twin Towers vom World Trade Center
In der Zeit in Washington habe ich wohl mehr Stücke der Berliner Mauer gesehen als in Deutschland.


ein originaler Wachturm aus dem 2. Weltkrieg





ein originaler Fernseher aus ca. 1965


Außerdem konnte man von der höchsten Etage das Capitol sehr gut sehen, was unser nächstes Ziel war. 

Gegen 14 Uhr machten wir uns dann auch dem Weg zum Capitol Hill, wo wir dann eine Art Führung bekommen haben, damit wir uns am Mittwoch, wenn wir dort alleine sein würden, nicht verlaufen.

Was mich sehr verwundert hat war, dass die ganzen Gebäude wie das Capitol, der Senat und die meisten Museen kostenlos waren und sie wirklich jeder ganz leicht ohne Termin besichtigen konnte.
Capitol Building


Capitol Building


Supremcourt



Die Libary of Congress ist die größte Bücherei der Welt und hat jedes Buch was auf der Welt existiert in ihrem Sortiment.


Danach führen wir zum Franklin D. Roosevelt Memorial, was wie ein riesiger Park mit verschiedenen Stationen zu seinem Leben ist, besichtigten dieses und führen danach zum Pizza Essen.
Roosevelts Frau
Als wir dann nach einem sehr kalten und erlebnisreichen Tag wieder im Hotel ankamen, hatten wir noch eine Workshop bevor wir Nachtruhe hatten.
Dieser Workshop war ein so genanntes Grasroots Project, in welchem wir ein Projekt entwerfen sollten, dass ein Problem in unserer heutigen Gesellschaft auf freiwilligen Basis lösen könnte. Meine Gruppe und ich machten den Vorschlag eine Art Jugendzentrum in Deutschland für Deutsche und Einwanderer um sich besser kennen zu lernen, die Kultur zu lernen und Freundschaften zu schließen.

Dienstag, 30.1.18
An diesem Tag stand das Department of State auf unserem Terminplan. Das Department of State ist so was wie das Außenministerium der USA und beschäftigt sich mit der ganzen Außenpolitik der USA. 

Dort angekommen wurden wir alle herzlich begrüßt bevor wir eine Simulation spielten. Die Simulation spielte in Kleingruppen über die Internationale Immigrantions Krise und Menschenrechte sowie Grenzen Sicherheit. In dieser Simulation waren immer ein paar Leute entweder eine Organisation oder ein Land welches in dem entsprechenden Problem involviert war. 
Danach hatten wir noch eine Frage und Antwort Runde mit zwei Politikern vom Department of State, eine der Politiker war deutsch und einer amerikanisch.




Nach unserem Besuch dort, sind wir zum National Museum of American History gefahren. In diesem Museum ging es über alles was in der Geschichte von den USA passiert ist - über die verschiedensten Kriege, über Autos und Geld bis hin zu den größten und bekanntesten Filmen in den USA. 

das originale erste Badmobil


das nahäste was wir Trump in dieser Woche gekommen sind 


eines der originalen Kleider von seiner Frau

die originalen ersten Sesamstrassen Figuren
Nach rund 2 Stunden, was in diesem riesigen und extrem Interessantem Museum viel zu kurz war, ging es auch schon weiter zu ein paar Memorials.
Als erstes zum Jefferson Memorial..

von außen


von innen 
Als zweites zum Lincoln Memorial..



die Aussicht von oben


an diesem Punkt hielt Martin Luther King Jr. seine berühmte "I have a Dream" Rede
Und zu letzt zum Martin Luther King Memorial..





Das wohl Highlight des Tages kam danach - wir durften ein NBA Basketball Game live von der VIP Press Box, von ganz oben, ansehen. An diesem Tag spielten die Oklahoma City Thunder gegen die Washington Wizards, welche das Spiel zu Hause mit 102 zu 96 gegen OKC gewannen. 






Mittwoch, 31.1.18
Dieser Tag war unser Capitol Hill Day. Da wir ja ein Stipendium vom Congress und Bundestag haben, trafen wir in Washington unsere verantwortlichen Senatoren und Congress Ladies/Men. Wir kamen alle gegen 8 Uhr am Morgen am Capitol Hill an und waren ab dort auf uns alleine gestellt. Da wir aber rund 13 Austauschüler in New Mexico sind war das alles nicht so schlimm. 


Wir hatten unsere erstes Meeting erst um 10.30 was hieß, wir hatten noch einwenig Zeit, weshalb wir den Supremcourt besichtigten.





der Ausblick vom Supremecourt
Unser erstes Meeting war mit Senator Tom Udall und gleich danach war unser zweites Meeting mit Senator Martin Heinrich. In beiden Meetings sprachen wir leider nicht mit den Senatoren persönlich, da diese nicht in Washington waren zu dieser Zeit, sondern mit ihren Angestellten. Ihnen konnten wir alles fragen was wir wissen wollten uns sie beantworteten alles aus der Sicht des Senators.


nach unserem zweiten Meeting
Da unser drittes und letztes Meeting mit Congress Lady Michelle Lujan-Grisham erst einige Stunden später war, hatte wir etwas Zeit um Mittag zu essen und eine exklusive Underground Führung zu machen. Da unsere Programmleiterin guten Kontakt zu einem der höheren Mitarbeiter eines unseres Senators hat, hatten wir die einmalige Möglichkeit Dinge zu sehen, die sonst nicht mal alle Mitarbeiter erlaubt sind zu sehen. 
Wir sind zum Beispiel mit der Unterirdischen Bahn vom Senat zum Capitol gefahren. Im Capitol haben wir dann ein altes Senator Büro besichtigt und haben eine Tour durch das Capitol bekommen, in der wir alle Ecken sehen durften, was normale Besucher nicht dürfen. 
die Kuppel vom Capitol




jeder Staat hat 2 Statuen im Capitol
Außerdem besichtigten wir noch den Raum, in dem Donald Trump den Abend zuvor seine State of the Union Rede hielt.
Da dies alles länger als geplant dauerte, liefen wir einen Halbmarathon durch die unterirdischen Gänge vom Capitol zum House Building um nicht zu spät zu kommen. Dort hatten wir dann ein Meeting mit der Sekretärin von unserer Congress Lady Michell Lujan-Grisham. 
Zum Abendessen ging es dann ins Hard Rock Cafe, welches direkt neben dem Ford Theatre liegt, an dem Abraham Lincoln am Abend 1865 Attentat getötet wurde.
Nach unserem Abendessen ging es dann auch gleich weiter zum Weißen Haus. Anders als erwartet ist es irgendwie viel kleiner und liegt auch ziemlich in der Stadt.




Danach machten wir noch kurz einen Stop beim US Air Force Memorial bevor es wieder zurück ins Hotel ging.

Donnerstag, 1.3.18
Am Donnerstag, den letzten richtigen Tag mit Programm, hielten wir nach dem Frühstück unserer Präsentation über unser Community Project. Meine Gruppe entschied sich, ein etwas witzigeres Theaterspiel zu machen, um es besser vorstellen zu können.
Danach ging es mit der Metro zu Wilson Center for International Scholars, welcher direkt bei der National Mall liegt.
das Washington Monument


meine Workshopgruppe

Im Wilson Center hatten wir dann mit 3 Politikern eine Art Pressekonferenz zu Foreign Policies. Danach führen wir mit der Metro wieder zurück ins Hotel, wo wir dann unsere Rückflug Papier bekamen und einen Abschlussworkshop hatten.
Das letzte Abendessen war im Hotel ein große Büfett mit einer anschließenden Abschiedsparty.

Freitag, 2.3.18
An diesem Tag war unser Heimflug zurück nach Albuquerque. Die erste Gruppe wurde um 3.45 Uhr aufgeweckt, da der Bus um 4.30 Uhr das Hotel zu Flughafen verließ. Da wir alle erst ziemlich spät am letzten Abend ins Bett gegangen sind, schlief ich diese Nacht nicht, sondern ich holte meinen Schlaf bei fast 3 Stunden auf den ersten Flug warten und dann rund 6 Stunden gesamt auf beiden Flügen von Washington nach Houston und dann nach Albuquerque nach, sodass ich fast schon ausgeschlafen gelandet bin. 

Alles in Allem, war diese Woche irgendwie viel zu kurz, da wir einfach so viel Spaß hatten und es auch mal wieder gut tat, eine Woche fast nur deutsch zu sprechen und viele alte Gesichter wieder zu sehen, die man das letzte Mal in Würzburg beim Vorbereitungsseminar sah.